Neue Methoden zum Verbinden von Holz öffnen die Tür zu Bauprojekten, die lange Zeit nur mit Stahl oder Beton möglich waren. Dazu gehören nun auch Windräder.

In Schweden wurde der Prototyp einer Windturbine aus Holz gebaut, um den beträchtlichen Kohlenstoff-Fußabdruck zu verringern, der bei Windrädern aus Stahl entsteht. Das Schwedische Top-Startup modvion zeigt wie es geht.

Wie kann das funktionieren?

Die Antwort ist Furnierschichtholz (LVL), ein Holzprodukt, bei dem wenige Millimeter dicke Blätter aus geschältem Holz unter starker Hitze und hohem Druck zu einem flexiblen Holzwerkstoff verleimt werden. Dieses Holz ist so stark wie Stahl, aber leichter und in der Herstellung wesentlich Klimaneutraler.

Holz kann die CO2-Emissionen beim Bau eines Windkraftwerkes um bis zu 90 % reduzieren und gleichzeitig Kohlendioxid speichern, das die Bäume während ihres Wachstums aufgenommen haben. Dabei ist wichtig, dass das für die Verarbeitung ausgewählte Holz von ausgewachsenen Bäumen stammt und dass die Lebensdauer der Windkraftanlage möglichst groß ist. So kann der Kohlenstoff im Bauwerk gespeichert und gebunden bleiben.

3 Vorteile von Holz bei Windrädern

Die Herstellerfirma modvion sieht drei wesentliche Vorteile von Holz gegenüber Stahl für den Bau von Turbinen:

  • 1.) Holz ermöglicht eine leichtere Konstruktion
  • 2.) Holzkonstruktionen müssen nicht zusätzlich verstärkt werden, da Holz bereits eine Hohe Festigkeit hat
  • 3.) Holzkonstruktionen müssen weniger oft gewartet werden, da es keine Schrauben oder Schweissnähte gibt, wie bei Stahlkonstruktionen

Die Holz-Windkraftwerke sehen so aus wie die gewohnten Stahltürme, da sie mit einer wasserfesten Lackschicht versehen sind. Sie bilden eine weitere, interessante Möglichkeit um Kohlenstoff zu binden und gleichzeitig umweltfreundliche Energie zu Produzieren.

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