Was ist Green Concrete?

Beton, ein Gemisch aus Zement, Sand, Kies und Wasser ist das meistverwendete Baumaterial unserer Zeit. Allein über 4 Milliarden Tonnen Zement werden weltweit jährlich produziert und verbaut. Etwa 8 bis 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus der Herstellung von Zement. Das kann man zunächst kaum glauben, wenn man dies liest. Das klimawirksame Gas wird freigesetzt, wenn bei der Herstellung von Zement Kalkstein und Tone zerkleinert und auf hohe Temperaturen erhitzt werden. Und auch der weltweite Bedarf an Sand und Kies für die Betonherstellung ist gewaltig. Grüner Beton verwendet demgegenüber recycliertes Material als Bestandteile. Somit ist grüner Beton ein Paradebeispiel für Kreislaufwirtschaft, Recycling und Reduzierung von Emissionen.

Green Concrete (Grüner Beton), was nichts mit der Farbe zu tun hat sondern vielmehr mit umweltfreundlicher Herstellung, ist ein viel beachtetes Thema in der Geschichte der Betonindustrie und es wurde erstmals in den 1990er Jahren in Dänemark diskutiert. Abfälle wie Hochofenschlacke, Flugasche aus Kraftwerken, Betongranulat aus Recyclingbeton, Bergbau- und Steinbruchabfälle, Altglas, Verbrennungsrückstände, Ziegelbruchstücke, Rotschlamm, gebrannter Ton, Sägemehl, Gießereisande können Teil von diesem grünen Beton sein. Man sieht, dass hier sowohl im Bereich des Zementes, als auch im Bereich der festen Bestandteile vom Beton auf Recycling gesetzt wird.

Umweltvorteile bei der Verwendung von grünem Beton

Reduziert den Energieverbrauch: Wenn beim Mischen von Beton weniger Portlandzement und beispielsweise mehr Flugasche oder Hüttensand verwendet wird, dann wird weniger Energie verbraucht. Flugasche und Hüttensand existiert bereits als Nebenprodukt eines anderen industriellen Prozesses, so dass nicht viel mehr Energie aufgewendet werden muss, um diese Materialien bei der Herstellung von grünem Beton zu verwenden.

Recycling von Bauschutt: Eine weitere Möglichkeit, wie grüner Beton den Energie- und Ressourcenverbrauch reduziert, ist die Verwendung von Betongranulat und Bauschutt als Komponenten. Somit werden Bruchstücke von Bauschutt, der durch den Abbruch anderer Gebäude entstanden ist, wiederverwendet. Ein neuer Lebenszyklus und Wirtschaftskreislauf beginnt und die natürlichen Ressourcen, wie Kies und Schotter, werden bewahrt. In diesem Zusammenhang kann auch die Verwendung von Betonpulver als Ersatz für den Sand betrachtet werden. Auf jeden Fall kann Recyclingbauschutt hier in einer vielfältigen Form neue Verwendung finden.

Reduziert die CO2-Emissionen: Zu den Hauptbestandteilen von gewöhnlichem Zement gehören zermahlener Kalkstein, Ton und Mergel, die auf eine hohe Temperatur erhitzt werden um die Ausgangsmaterialien für Zement zu erzeugen. Bei dieser Verbrennung wird sehr viel CO2 freigesetzt. Bei der Herstellung von grünem Beton werden bis zu 80 % weniger Kohlendioxid-Emissionen freigesetzt, da sehr viel weniger klassischer Zement benutzt wird.

Das Thema ist sehr umfangreich und es könnte noch sehr viel darüber berichtet werden. Die angeführten Informationen sollen aber neugierig machen und auch diesen Werkstoff, der vielfach als Klimaschädling angesehen wird, in ein neues Licht rücken. Die technischen Möglichkeiten existieren bereits, um Beton nachhaltiger zu machen.

www.concrete.bz.it/

recyclingbaustoffe.de/

www.theconcreteinitiative.eu/

www.ibi-kompetenz.eu/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert