Seit einiger Zeit rücken durch zunehmenden Bedarf an Rohstoffen und Edelmetallen auch mineralische Rohstoffe aus der Tiefsee (Deep-sea mining) immer mehr ins Zentrum wirtschaftlicher Interessen. Ein Abbau dieser Ressourcen ist bisher nicht erlaubt. Dies hätte verheerende Folgen für die Ozeane und den gesamten Planeten. Die Meere und speziell die Tiefsee sind ein einmaliger und sehr sensibler Lebensraum, der kaum erforscht ist.

Sollte dort ein industrieller Abbau von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt, Mangan oder Nickel erfolgen, so hätte das weitreichende Folgen für die dortigen Ökosysteme. Der Nutzen, der durch diese Rohstoffe und den daraus produzierten Batterien für die Energiewende entsteht, ist durch Umweltzerstörung und Artensterben erkauft. Solch weitreichende Eingriffe am Meeresgrund könnten auch die globale Fischerei beeinträchtigen.

Bisher ist die Gewinnung von Rohstoffen in der Tiefsee nicht erlaubt, doch der Druck von Ländern und der Wirtschaft wird immer größer. Die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) hat schon eine Reihe von Lizenzen zur Erkundung der Rohstoffe vergeben.

STOP Deep-sea mining

Der Ruf nach einem weltweiten Stopp für Tiefseebergbau wird immer lauter. Neben Umweltorganisationen und verschiedenen Institutionen hat sich vor kurzem auch ein Zusammenschluss globaler Unternehmensriesen gegen Tiefseebergbau ausgesprochen. Zu dieser Gruppe zählen neben Wissenschaftlern und zahlreichen pazifischen Inselstaaten auch bekannte Unternehmen wie BMW, Volvo, Google und Samsung. Der WWF fördert diese Initiative und weitere Organisationen sollen sich diesem Schritt anschließen.

Die Unternehmen verpflichten sich weiters in ihrer Lieferkette keine Rohstoffe aus Tiefseebergbau zu unterstützen. Zur Nachverfolgung der Lieferketten könnte hier beispielsweise auch eine Blockchain Anwendung hilfreich sein.

Der WWF fordert Unternehmen und Wirtschaftstreibende dazu auf, ihre Aufmerksamkeit auf intelligente und kreislaufwirtschaftliche Lösungen zu richten. Dafür muss natürlich die Rohstoffgewinnung an Land nachhaltiger gestaltet werden.

Weitere Informationen sind hier zu finden:

https://www.noseabedmining.org/

https://isa.org.jm/

https://www.iucn.org/resources/issues-briefs/deep-sea-mining

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